Yoga-Weg

Wissen und Erfahrung zusammenzuführen

Es war die Freude an tänzerisch-rhythmischer Bewegung, mit der ich seit meinem 5. Lebensjahr kontinuierlich durch eine Körperschule nach Martha Graham und Mary Wigman ging. Diese Jahre durch Kindheit und Jugend bei meiner Lehrerin Gerda Kische wurden zum Wegbereiter meines Lebens. Konkret begann mein Yogaweg 1986 in der Schweiz, inzwischen sind es mehr als 20 Jahre Yogapraxis, die mich erfüllen und bereichern bis zum heutigen Tag.

In den ersten Jahren bedeutete Yoga für mich Oase des Rückzugs von Familie und Beruf. Als diplomierte Wirtschafts- und Steuerfachfrau, zweifache Mutter und Ehefrau fand ich Ausgleich und Inspiration für die Routine des Alltags.

Bei meinen ersten Fastenerfahrungen  veränderte sich mein Bewusstsein entscheidend - statt Aktiva und Passiva in Unternehmen zu bilanzieren, trat für mich das Haushalten mit den körpereigenen Ressourcen in den Vordergrund. Ich spürte wie bedeutsam das Bewahren und Mehren von Lebensenergie ist und bekam ein Gefühl für das in mir und jedem Menschen steckende Entwicklungspotential.

2001 schloss ich meine 4-jährige Ausbildung zur Yogalehrerin mit Anerkennung durch den BDY ab. Meinen Lehrern Urvasi und Ananda Leone verdanke ich meine Verwurzelung in der klassischen Hatha Yoga Tradition nach Dr. Swami Gitananda, der den gesundheitlichen Nutzen ausgewählter Yogapraktiken medizinisch untersuchte. Er überlieferte ein besonderes Spektrum atemerweiternder Techniken sowie ein breit gefächertes Wissen zu Konzentration und Meditation.

Seit 2001 unterrichte ich an der Yoga Akademie Berlin After-Work-Yoga Kurse und gebe an verschiedenen Orten (Themen-) Workshops zum Thema Yoga und Frauengesundheit.

Neben diversen Fortbildungen zur Vertiefung meiner anatomischen Kenntnisse führte mein Weg von 2002 bis 2007 zu Meistern und Meisterinnen anderer Unterrichtsstile wie Shiva Rea, Surrinder Singh, Daniel Orlansky und Bridget Woods-Kramer. Es folgten Trainies in TriYoga Flows nach Kali Ray und Intensivfortbildungen im Anusara Yoga mit seinen biomechanischen Ausrichtungsprinzipien.

Die Atemarbeit Ilse Middendorfs half mir die große Heil- und Transformationskraft des natürlichen Atems noch detaillierter zu begreifen. Parallel praktiziere ich seit Jahren buddhistische Meditation, die den Yoga seit jeher befruchtet hat und auch meiner Praxis umfassende Impulse und Orientierung verleiht.

In all diesen Jahren verspürte ich zunehmend das Bedürfnis nach mehr Fundament in der Körperarbeit. Ich erkannte wie bedeutsam die Stärkung des weiblichen Beckens und Beckenbodens ist, studierte in der Fachliteratur intensiv Aufbau, Physiologie und energetisches Zusammenwirken mit unserem Körper als Ganzes. Verbunden mit einer spielerisch differenzierten Übungspraxis entwickelte sich nicht nur ein umfassendes Verständnis, sondern auch ein großes praktisches Repertoire für den Umgang mit der energetischen Kraft aus der Tiefe des Beckens.

Zu diesem Zeitpunkt lernte ich Dinah Rodrigues kennen. Die Begegnung mit ihr und die Erfahrung des Hormon Yoga waren für mich nicht nur eine persönliche Bereicherung. Mir war sofort bewusst, dass dieser Ansatz meine eigene Arbeit in idealer Weise komplettiert. Wissen und Erfahrung schmolzen wie selbstverständlich zusammen und bilden die Basis meiner Hormon-Yoga-Kurse.

Neue Herausforderungen eröffnen sich immer auch abseits der Matte - im weiten Netzwerk unserer menschlichen Beziehungen. Ob Unterricht oder an meinem Büroschreibtisch, in meiner Familie, in der Gesellschaft, in der Verantwortung für unsere Erde: hier säe und ernte ich, gebe in den Kreislauf zurück, was noch der Wandlung bedarf, entspanne mich und schöpfe erneut aus dem ewigen Spiel des sich fortwährend verändernden Universums.“